Skip to content

Alles schon da gewesen …

23. Oktober 2011

Es gibt keinen Neuschnee, hat Tucholsky in den 1930ern des letzen Jahrtausends bereits gesagt. Und wie man sich dreht und wendet, es stimmt, niemand kann das berühmte Rad neu erfinden.

Immer wieder mühen sich einige wenige ab, für viele Untätige das zu erreichen, was eigentlich längst da sein müsste, was bereits einmal da war und uns doch immer wieder entgleitet: Gerechtigkeit. Und auch das wurde bereits unzählige Male festgestelt. Nicht zuletzt von Brecht:

„Ja, renn nur nach dem Glück…“

Advertisements
2 Kommentare leave one →
  1. fred-vom-jupiter permalink
    3. November 2012 17:58

    Liebe Kolleginnen und Kollegen vom BR, ich bin ein bischen verwundert über euren neuesten Rundbrief. Ihr erklärt, die Auszahlung des Tariflohnes sei ein Individualanspruch und ruft alle Beschäftigten auf, individuell zu klagen. Dabei erklärt ihr selbst, dass das Verhalten der GF rechtswidrig ist. Ich erwarte von einem BR und von einer Gewerkschaft eigentlich mehr, als in Rundbriefen seitenlang das Verhalten der GF zu beklagen. Ich würde in einer solchen Situation erwaraten, dass BR und Gewerkschaft einen Musterprozess führen. Ich bin nicht in die Gewerkschaft eingetreten, um gegen eine rechtswidrig vorgehende GF Individualklagen zu führen. In dem Fall wäre ich mit einer Rechtschutzversicherung besser bedient.

    • cebeefstreik permalink*
      4. November 2012 17:23

      Lieber Kollege!

      der Betriebsrat kann keinen Musterprozess führen. Es geht um individuelle Ansprüche auf Tariflohn, die im bundesdeutschen Rechtssystem individuell durchgeklagt werden müssen. Der Rechtsschutz der Gewerkschaft ist langsamer als der durch eine individuelle Rechtsschutzversicherung, das stimmt leider. Aber die Aufgabe der Gewerkschaft ist vor allem, dafür zu sorgen, dass es überhaupt einen Tarifvertrag gibt. Das haben wir gemeinsam als Gewerkschaft geschafft.
      Tarifverträge und überhaupt faire Arbeitsbedingungen brauchen Beschäftigte, die sie auch entschlossen einfordern. Deshalb werben Gewerkschaft und Betriebsrat dafür, dass wir gemeinsam das Nötige dafür tun. Dazu gehören in unserem Fall auch individuelle Klagen, je mehr, desto besser.

      Dagegen geht die Geschäftsführung vor, indem sie immer wieder verbreitet und verbreiten lässt, es sei nicht klar, es könne nicht bezahlt werden und es regele sich irgendwie später. Nebenbei zahlt sie irgendein Durcheinander aus, das irritiert und ablenkt und frustriert. Je mehr Kolleginnen und Kollegen sich davon nicht verwirren und vom Handeln ablenken lassen, sondern ihre Klage in Gang setzen und durchziehen, desto schneller wird klar, dass die Belegschaft immer noch ernsthaft Tariflohn will und bereit und in der Lage ist, das durchzusetzen.

      Also lasst uns nochmal anpacken – die Klage kostet uns nichts, der Betriebsrat berät, der Aufwand für den einzelnen hält sich in Grenzen und wir lassen uns nicht vereinzeln, sondern machen das gemeinsam.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s