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Aus dem Web

das AKTUELLE

Der Betriebsratsnewsletter Oktober ist raus. Wer ihn nicht erhalten hat, wende sich an den Betriebsrat CeBeeF e.V., Telefon 069/97 05 22-91, E-mail: betriebsratev@cebeef.com

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Deutliches Zeichen gesetzt

Mit dem Auto- und Fahrradkorso und der Kundgebung auf dem Römerberg haben mehrere Hundert Menschen des Frankfurter Netzwerks für Soziale Arbeit in solidarischer Gemeinschaft mit Assistenznehmern sowie Vertretern der Gewerkschaften ver.di und GEW ein erstes deutliches Zeichen gesetzt, das auch über Hessen hinaus gehört und beachtet worden sein wird: Nicht länger wollen sich die Beschäftigten mit Dumpinglöhnen abspeisen lassen und fordern nachhaltig Tariflöhne mit angemessener Eingruppierung.

Den hr-Beitrag zur Kundgebung auf dem Römer am 29.09.11 findet ihr hier im Archiv, hessenschau vom 29.09., in den Minuten 12:32-13:11 unter dem Titel Aktionstag „Tariflöhne für soziale Arbeit“.

>> Fotos vom Event

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Zweimal Stadtverordnetenversammlung

Einige Kolleginnen und Kollegen vom CeBeeF und von anderen Trägern des Frankfurter Netzwerks Soziale Arbeit haben in Bürgersprechstunden der Stadtverordneten-Versammlungen gesprochen, und zwar am Montag, den 19. September, im Ausschuss „Bildung und Integration“ und am Donnerstag, den 22.September, im Ausschuss „Gesundheit und Soziales“.

Die LINKE hatte sich bereit erklärt, die Forderungen des Netzwerks unter dem Titel „Lehren aus der Insolvenz der Lehrerkooperative ziehen“ auf die Tagesordnung zu setzen. Die Forderungen umfassen Tariflöhne für Soziale Arbeit, eine Tarifbindung für die städtische Auftragsvergabe sowie die Einrichtung von Wirtschaftsausschüssen in so genannten Tendenzbetrieben.

Die Stadtverordneten zeigten sich diesen Forderungen erstaunlich aufgeschlossen, behaupteten aber fast ausschließlich, dass die Stadt bereits Tariflöhne zahle und die Träger die Schuldigen seien, die diese nicht an ihre Belegschaften weitergeben würden. Sie verwiesen darauf, dass es „Aufgabe von ver.di“ sei, uns in unserem Bemühen zu unterstützen.

Als dann insbesondere Stadträtin Prof. Dr. Daniela Birkenfeld (CDU) und die Amtsleiterin des Frankfurter Jugend- und Sozialamts, Christiane van den Borg, im Ausschuss „Gesundheit und Soziales“ darauf aufmerksam gemacht wurden, dass die Forderung nach Tariflohn nicht ohne Grund mit der nach Wirtschaftsausschüssen gekoppelt sei, weil die Arbeitgeberseite niedrige Eingruppierungsvorschläge wie EG3 oder S2 damit rechtfertigte, dass die Stadt ausdrücklich Hilfskräfte auf Billiglohnniveau wünsche, verneinten die Damen dies. „S2, das kann ich mir nicht vorstellen“, sagte Birkenfeld sogar.

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der BETRIEBSRAT

Gefährdungsanalysen im CeBeeF
Wohin mit psychischen Belastungen durch die Arbeit?

Zu den Zielsetzungen von Gefährdungsanalysen gehören unter anderem die Erfassung der physischen und psychischen Belastungen am Arbeitsplatz, die Be- und Verarbeitung vor allem der psychischen Belastungen sowie die Verbesserung der Arbeitsbedingungen durch ressourcen-orientierte Entlastungsstrukturen. Gefährdungsanalysen sind also im Klartext wichtige Schritte in Richtung einer menschengerechten Gestaltung des Arbeitsplatzes und zugleich Meilensteine in der Entwicklung vom Arbeitsschutz zum Gesundheitsschutz im CeBeeF.

Viele unbeantwortete Fragen bilden den Hintergrund für uns Helferinnen und Helfer im CeBeeF: Unsere Arbeit verrichten wir häufig vereinzelt und isoliert, ganz auf die jeweiligen Kunden konzentriert. Wohin mit den Belastungen, die aus dem tagtäglichen Umgang mit Krankheit und auch Leid entstehen? Was tun, wenn die ständige Beziehungsarbeit mit den Kunden uns überfordert oder auslaugt? Ist die erwartete „Psychohygiene“ überhaupt zu leisten? Wie gelingt es uns, uns selbst gesund zu erhalten, indem wir abschalten können und die Erfahrungen und Geschehnisse nicht mit in die Erholungszeit nehmen?

Parameter der Belastung

Neben vielfältigen körperlichen Belastungen gehört die wechselnde Arbeitszeit (z. B. Schichtarbeit, geteilte Dienste, Arbeit an Sonn- und Feiertagen oder Nachtdienste) zu den belastenden Faktoren, verpflichtet sie doch zu ständiger Flexibilität, die wiederum zu schlechter Vereinbarkeit von Familie und Beruf führt. Hinzu kommen auch noch Zeitdruck und Zeitmangel während der Dienste.

Unter psychische Belastungen (z.B. Leid oder Tod von Kunden) fallen auch ein weniger gutes Betriebsklima oder Führungsverhalten (z. B. unzureichende Unterstützung und Anerkennung durch Kollegen und Vorgesetzte), mangelnde Qualifikation (z. B. fachliche Überforderung durch fehlende Fortbildung), unklare Anforderungen und Strukturen (Ambiguität), ein negatives Berufsimage (z. B. fehlende Anerkennung des Berufes in der Öffentlichkeit) sowie natürlich auch die extrem niedrige Bezahlung.

Neben der oft belastenden Besonderheit, dass wir in den Privathaushalten und in intimen Bereichen der Kunden arbeiten, gilt der CeBeeF zudem als „Spezialdienst“, womit besonders hohe Anforderungen in Bezug auf Engagement, Motivation und Belastbarkeit gestellt werden.

Unter psychischen Belastungen versteht man solche nach DIN 33405: Die Gesamtheit der von außen auf einen Menschen psychisch einwirkenden Einflüsse. Schädliche psychische Beanspruchung wird daraus, wenn die Ressourcen zur Be- und Verarbeitung der Beanspruchung nicht zur Verfügung stehen, bzw. nicht zur Verfügung gestellt werden. Im Schaubild wird die Struktur der Belastungen innerhalb der Arbeit noch einmal veranschaulicht, die letztendlich in psychischen Belastungen münden.

Belastungen besonders hoch im „sozialen Bereich“

In einschlägigen Untersuchungen zeigt sich immer wieder: In Berufen im sozialen Bereich existieren im Vergleich zu anderen Berufsgruppen enorm hohe physische und psychische Belastungen. Man bezeichnet dies als eine Kumulation von Belastungsfaktoren, weshalb, folgerichtig aber ungut, die Erkrankungshäufigkeit sowie –dauer weit über dem allgemeinen Durchschnitt liegt, insbesondere bei Erkrankungen, die aus psychischen Belastungen resultieren.

Vielfältige Möglichkeiten versprechen eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen, darunter (neben so konkreten Dingen wie der Schaffung altersgerechter Arbeitsplätze) die Ausweitung und Konkretisierung des Einweisungs- und Unterweisungskonzepts und die Einrichtung eines Gesundheitszirkels als Steuerungsgruppe. Ein Perspektivwechsel ist hier längst überfällig, nämlich vom Arbeitsschutz zum Gesundheitsschutz. Dazu bedarf es unter anderem der Implementierung eines kontinuierlichen Auswertungs- und Verbesserungsprozesses mit präziseren Erhebungsinstrumenten.

Hilfe zur Selbsthilfe?

Jede Arbeitnehmerin und jeder Arbeitnehmer im CeBeeF sollte sich vorrangig mit Kolleginnen und Kollegen austauschen und zusammenschließen. Überlastungsfälle sollten möglichst rasch den Vorgesetzten und auch dem Betriebsrat gemeldet werden. Auch dann, wenn die Belastung nur einzelne betrifft, lohnt es sich, Betriebsräte in die jeweiligen Kleingruppen einladen und eine Belastungsanzeige zu schreiben. Schließlich soll die Arbeit im CeBeeF nicht krank machen, sondern der Gesundheitsförderung dienen. Lasst uns gemeinsam an einem „gesünderen“ CeBeeF arbeiten!

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Tarifverträge für Soziale Arbeit!
Netzwerk Soziale Dienste gegründet

Die Tarifverhandlungen im CeBeeF sind nicht die einzigen Schritte, die Beschäftigte in der Sozialen Arbeit aus dem Lohn-Tief herausführen sollen.

Vor einigen Monaten wurde ein Netzwerk von Betriebsräten einiger sozialer Dienste in Frankfurt gebildet. Zu den gemeinsamen Zielen dieses Netzwerks gehören Tarifverträge mindestens auf TVöD-Niveau für alle Beschäftigten in der Sozialen Arbeit und in Gesundheitsberufen. Generell soll die Stadt nur noch Aufträge an tarifgebundene Betriebe vergeben. Darüber hinaus will man mehr finanzielle Transparenz für die Beschäftigten erreichen.

Erste Partner in dem neuen Hoffnungs-Bündnis sind die Betriebsräte des Internationales Familienzentrum e.V. (IFZ), der Jugendberatung und Jugendhilfe e.V. (JJ), des CeBeeF e.V. und der CeBeeF Fahrdienst GmbH, der Aids-Hilfe Frankfurt, der Lehrerkooperative e.V., der Integrativen Drogenhilfe, des Vereins für Arbeit und Erziehungshilfe e.V., der Werkstatt Frankfurt und des IB Hessen sowie der Personalrat des Jugend- und Sozialamts der Stadt Frankfurt.

Die Stadt muss Tariflöhne finanzieren, darüber sind sich alle einig, und zwar unabhängig davon,  ob sie ihre Aufgaben in städtischen Betrieben oder von formal selbständigen Vereinen wahrnehmen lässt. Dafür will man in einem Bündnis derjenigen, die diese Arbeit leisten, sorgen.

Auch bei den Unabhängigen ArbeitnehmerInnenvertretungen in der Persönlichen Assistenz (UAPA) machen die ersten Erfolge beim CeBeeF Mut. KollegInnen in Hamburg, Bremen, Berlin und anderswo schöpfen neue Hoffnung und lassen sich beflügeln. Weiter so!

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Was verändern
Probleme erkennen und Lösungen finden

„Die Realität sieht anders aus!“ ist ein beliebter Satz, wenn es mal wieder darum geht, dass bestimmte Gesetze nicht umgesetzt sind oder jemand seine Rechte nicht wahrnehmen kann. Aber wir sind es doch, wir alle, die diese Realität schaffen und müssen daher auch selbst für Veränderungen und Verbesserungen sorgen. Wir müssen aktiv daran arbeiten, statt uns zurückzulehnen und abzuwarten, unendlich zu klagen und nichts zu tun oder gar die Bemühungen anderer zu bewerten.

Auch im CeBeeF gibt es unzählige „Baustellen“, an denen etwas zum Besseren verändert werden kann. Dies ist nicht allein die Aufgabe des Betriebsrats.

Probleme sind oft strukturell, das heißt sie betreffen nicht die Einzelpersonen und schon gar nicht deren Fähigkeiten. Durch die Vereinzelung an vielen Arbeitsplätzen machen sich Helferinnen und Helfer oft nicht klar, dass eine Problemlösung allen dienen würde.

Der CeBeeF lebt und gedeiht mit einer stabilen Belegschaft, die ihre Rechte kennt und sich engagiert. Stoppen wir die hohe Mitarbeiter-Fluktuation, indem wir uns konkret für bessere Arbeitsbedingungen einsetzen!

In ihrer Arbeitszeit haben alle Interessierten und Engagierten aus der Belegschaft die Gelegenheit, neue konstruktive Ansätze für die Arbeit im CeBeef zu entwickeln und da, wo es mal wieder „brennt“, Abhilfe zu schaffen. Der Betriebsrat stellt euch dazu Räumlichkeiten und Infrastruktur wie Computer, Drucker, Kopierer oder Telefon und ebenso wie nötige Informationen oder personelle Kapazitäten zur Verfügung. Wenn euch der CeBeeF wichtig ist, dann überlasst nicht nur anderen das Ruder! Bestimmt mit!

Angebote des Betriebsrats

Beispiel Kleingruppe: Sucht euch ein paar Leute aus eurer Kleingruppe und ladet jemand vom Betriebsrat zur nächsten KGB ein!
– Wir unterstützen euch in der Problembenennung.
– Wir unterstützen euch in der Lösungsfindung.
– Wir unterstützen euch mit allen Mitteln, die wir haben!!!

Bei Abmahnungsgesprächen oder sonstigen heiklen Gesprächen:
NEHMT EIN BETRIEBSRATSMITGLIED MIT! Es entstehen euch daraus keine Nachteile und eure Rechte werden gestärkt!

Nicht der Betriebsrat setzt die Prioritäten der Arbeit, sondern ihr!
Wir wollen keine Stellvertreterpolitik mehr machen!
Ruft uns an: 069/ 97 05 22 91
Mailt uns: betriebsratEV@cebeef.com

Kommt vorbei:
Dienstag 13-16 Uhr
Freitag 11-14 Uhr

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Mehr aus dem Web auf www.diecebeefler.de

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